Quandoo schließt zum 30.09.2026 — was Restaurants jetzt tun sollten
Quandoo schaltet zum 30.09.2026 alle Reservierungen ab, zum 31.12.2026 ist die Plattform komplett offline. Vier Stichtage, vier Risiken — und der Migrations-Plan für DACH-Restaurants.
Ende März 2026 hat Quandoo offiziell angekündigt, dass die Plattform schrittweise geschlossen wird. Für rund 18.000 DACH-Restaurants, die Reservierungen über Quandoo abwickeln, ist das mehr als ein Anbieterwechsel — es ist ein Migrationsdruck mit Stichtag.
Wir haben die offizielle Quandoo-Ankündigung gegen unsere Migrationserfahrungen mit DACH-Restaurants gelegt. Das Ergebnis ist dieser Praxis-Leitfaden: vier Stichtage, die ihr kennen müsst, vier Risiken, die ihr vermeidet, und ein Wechsel-Plan, der unter 48 Stunden bleibt.
Die vier Stichtage von Quandoo
Quandoo läuft nicht von einem Tag auf den anderen aus. Es gibt vier Stichtage — und nur einer davon ist das endgültige Aus.
01.04.2026 — Quandoo wird für Restaurants kostenfrei
Auf den ersten Blick eine gute Nachricht. In Wahrheit ist es der Startschuss für die schleichende Demontage. Mit dem Wegfall der Restaurant-Gebühren beginnt die Auslaufphase. Für Restaurants ist das Signal wichtiger als der kurzfristige Kostenvorteil: Ein System, das geordnet abgeschaltet wird, sollte nicht mehr der zentrale Direktbuchungs-Kanal bleiben.
Praktischer Effekt: Restaurant-Betreiber berichten in unseren Onboarding-Calls bereits von sinkender Planbarkeit und stärkerem Wechselinteresse. Diese Beobachtung behandeln wir bewusst als internes Stimmungsbild, nicht als allgemeinen Marktwert.
01.07.2026 — Self-Service-Reduzierung
Ab Juli laufen mehrere Quandoo-Module nur noch im Notbetrieb: Marketing-Automation, Bewertungs-Engine und Gäste-Newsletter werden eingestellt. Das Reservierungs-Kernsystem bleibt aktiv, aber alle Mehrwert-Features rund herum verschwinden.
30.09.2026 — Reservierungen abgeschaltet
Das ist der harte Schnitt. Ab diesem Datum nimmt Quandoo keine neuen Reservierungen mehr an — weder über die Quandoo-Webseite noch über das eingebettete Restaurant-Widget noch über Quandoo for Google. Bestehende Reservierungen werden bis zum Datum ausgeführt, danach ist Schluss.
31.12.2026 — Plattform komplett offline
Am 31. Dezember 2026 wird die verbleibende Quandoo-Infrastruktur abgeschaltet. Wer bis dahin keinen Daten-Export gemacht hat, sollte nicht mehr davon ausgehen, dass Dashboard, Gästehistorie oder Exportpfade danach noch regulär zugänglich sind.
Die vier Risiken, die jetzt aktiv werden
Restaurant-Betreiber, die wir in den letzten Wochen begleitet haben, unterschätzen meist mindestens eines dieser vier Risiken.
Risiko 1: Datenverlust durch verspäteten Export
Quandoo bietet einen CSV-Export der Gäste-Datenbank und Buchungshistorie an. Das Format ist nicht standardisiert — viele Felder (z.B. Stammgast-Markierungen, Notes, Allergie-Hinweise, Sprachpräferenzen) müssen vor dem Import in ein neues System manuell gemappt werden.
Wer bis Dezember 2026 wartet, riskiert technische Probleme beim Export (höhere Last auf Quandoo-Servern in der Schließungsphase). Empfehlung: Daten-Export jetzt machen, auch wenn die Migration erst später erfolgt. Der Export selbst ist kostenlos und schadet niemandem.
Risiko 2: Lücke bei Reserve with Google
Quandoo hat eine Reserve-with-Google-Integration. Wer in Google Maps oder Google Search auf „Jetzt reservieren” klickt, landet aktuell oft auf einem Quandoo-Widget. Mit der Quandoo-Abschaltung am 30.09.2026 verschwinden diese Buchungs-Buttons aus Google — wenn Restaurants nichts tun.
Die Migration zu einem neuen System sollte also auch eine Neu-Anbindung an Google Booking enthalten. Wer das vergisst, verliert eine relevante Online-Buchungsquelle.
Risiko 3: Quandoo-Free-Phase als Falle
Die Kostenfreiheit ab April fühlt sich für Restaurant-Betreiber zunächst entlastend an. Tatsächlich ist sie der schlechteste Grund, einen Wechsel zu verzögern. Drei Punkte sprechen dagegen:
- Sinkende Quandoo-Reichweite: Die Plattform leitet weniger neue Gäste — eure Discovery-Quelle versiegt.
- Demotivierter Quandoo-Support: Mit dem Wegfall der zahlenden Restaurant-Kunden konzentriert sich Quandoo auf den geordneten Abbau. Reaktionszeiten verlängern sich, technische Probleme werden seltener gefixt.
- Migration unter Zeitdruck wird teurer: Wer im August migriert, kämpft mit allen anderen 18.000 Restaurants um Migrations-Slots bei den verbleibenden Anbietern.
Risiko 4: Datenpool-Lock-in
Quandoo hat in den letzten Jahren einen großen Gästepool aufgebaut. Restaurants haben darauf zugegriffen, aber selten verstanden: diese Gäste gehören Quandoo, nicht den Restaurants. Mit der Schließung verschwindet der Pool — und Restaurants merken, dass sie ihre eigene Discovery-Pipeline nie aufgebaut haben.
Das ist der eigentliche Grund, warum die Quandoo-Schließung ein Weckruf ist: Restaurants brauchen ihre eigene Gäste-Beziehung, ihre eigene Buchungs-Discovery, ihre eigenen Marketing-Kanäle. Eine Plattform-Migration löst das nicht — sie macht das Problem nur sichtbar.
Der 48-Stunden-Migrations-Plan
Wir haben aus über 250 Migrationen einen Plan destilliert, der für die meisten Restaurants in 48 Stunden funktioniert. Die wichtigsten Schritte:
Tag 0 (Entscheidung, ca. 60 Minuten)
- Vergleich zweier bis dreier Anbieter (z.B. Hey-Gastroline vs. Quandoo, Resos, Zenchef)
- Demo des Favoriten — mit euren echten Buchungszahlen, nicht generischen Mockups
- Migrations-Slot vereinbaren
Tag 1 (Setup, ca. 4 Stunden Restaurant-Aufwand)
- Quandoo-CSV-Export herunterladen (Anleitung im Quandoo-Schließungs-Pillar)
- Datenmapping mit dem neuen Anbieter (meist von Migrations-Team übernommen)
- Tischplan-Aufbau im neuen System
- Widget-Einbau auf der eigenen Webseite
Tag 2 (Go-Live, ca. 2 Stunden Restaurant-Aufwand)
- Team-Schulung (90 Minuten)
- Test-Reservierung über Widget + Telefon + ggf. KI-Telefonassistent
- Quandoo-Widget durch neues Widget ersetzen
- Reserve-with-Google-Anbindung neu konfigurieren
Tag 3–30 (Übergang)
- Bestehende Quandoo-Reservierungen laufen weiter bis zum Tagesabschluss
- Neue Reservierungen laufen über das neue System
- Quandoo-Kündigung schriftlich zum Monatsende einreichen
Wer den Plan einhält, hat keinen Buchungsausfall. Wer wartet, verliert mit jedem Monat Reichweite.
Häufige Fragen
Müssen wir wirklich vor September migrieren?
Faktisch reicht der 30. September als hartes Datum. Aber praktisch nicht: die Quandoo-Reichweite sinkt schon jetzt, und im September wird jeder verfügbare Migrations-Slot beim neuen Anbieter ausgebucht sein. Wer im Mai oder Juni migriert, hat freie Slot-Auswahl und entspannte Übergänge.
Wird Quandoo den Stichtag noch verschieben?
Sehr unwahrscheinlich. Die Schließung ist Teil einer Konzern-Restrukturierung der Mutter-Holding (Recruit, Japan). Die Entscheidung wurde im Q4 2025 getroffen, die Ankündigung im Q1 2026 — eine Revidierung wäre PR-technisch teuer und finanziell ohne Sinn.
Was passiert mit unseren Stammgästen?
Eure Stammgäste bleiben eure Stammgäste — sofern ihr ihre Daten rechtzeitig exportiert. Was verschwindet, ist der Quandoo-Account des Gastes selbst: Gäste, die ihre Reservierungen bisher über quandoo.de gemacht haben, müssen auf eurer eigenen Webseite oder per Telefon buchen. Eine SMS- oder E-Mail-Kampagne zur Umleitung ist ratsam.
Welche Anbieter sind die besten Alternativen?
Wir bauen Hey-Gastroline speziell als Quandoo-Migrations-Ziel — mit nativem KI-Telefonassistent, DSGVO-konformem Hosting in Deutschland, ohne Provision pro Buchung. Andere ernstzunehmende Alternativen sind Resos (international, provisionsfrei) und Zenchef (Mittelstand, gehört aber zu TheFork). Die Auswahl hängt davon ab, ob ihr einen Telefon-Kanal habt und wie wichtig euch DACH-Spezialisierung ist.
Was Hey-Gastroline für Quandoo-Wechsler anbietet
Wir haben den Wechselservice speziell für Quandoo-Restaurants gebaut:
- 48-Stunden-Migration mit Hands-on-Begleitung
- Native KI-Telefonassistent für Telefonbuchungen außerhalb der Öffnungszeiten
- 0 € Provision pro Buchung — fest kalkulierbare Monatspauschale
- Start-Bonus bis 31.07.2026: persönlich begleitete Migration für die ersten 100 Restaurants kostenlos
Wer den Quandoo-Wechsel jetzt angeht, hat im September ein etabliertes System mit eingespieltem Team — statt eine Migrations-Notoperation in der Hochsaison.
Stand: 16.05.2026. Quandoo-Stichtage gemäß offizieller Quandoo-Ankündigung vom 01.04.2026. Migrations-Erfahrungswerte aus internen Onboarding-Statistiken Hey-Gastroline, n=250 Migrationen Q1–Q2 2026.
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