Quandoo schließt am 30.09.2026. Wechsel in 48 Stunden
Sales-Konzept

Provisions-Modell

Geschäftsmodell, bei dem ein Reservierungs-Anbieter pro vermitteltem Gast eine Gebühr kassiert — typisch 1–4 € pro Person.

Auch bekannt als: Provisions-Pricing · Per-Cover-Pricing · Marketplace-Provision

Definition

Im Provisions-Modell zahlt das Restaurant keine oder eine geringe monatliche Grundgebühr — dafür aber pro vermittelter Online-Buchung eine Provision. Typischerweise gerechnet pro Cover (pro Person) oder pro Reservierung. Beträge im DACH-Markt bewegen sich historisch zwischen 1 € und 4 € pro Cover, mit Variationen je nach Plattform-Tarif und Land.

Welche Anbieter folgen dem Modell

  • TheFork — klassischer Discovery-Marktplatz mit Per-Cover-Provision; 2026 wurde eine Übernahme durch American Express angekündigt
  • Quandoo (historisch) — bis zur Free-Umstellung 01.04.2026 ebenfalls Per-Gast-Provision
  • OpenTable — Mischmodell aus Grundgebühr + Per-Cover-Provision
  • Resos — bietet im Free-Tier ein freemium-ähnliches Modell, aber Direktbuchungen sind provisionsfrei

Gegenmodell ist das Subscription-Modell: planbare Monatspauschale, keine Provision pro Buchung. Hey-Gastroline gehört dazu — siehe unsere Preise.

Wirtschaftliche Logik

Das Provisions-Modell ist für Restaurants attraktiv bei niedrigen Buchungs-Volumen und risikofrei beim Start: keine Vorab-Investition, Kosten skalieren mit Erfolg. Es wird teuer ab einer bestimmten Anzahl an Online-Buchungen pro Monat.

Beispielrechnung (Provisionssatz 2 € pro Cover, 2,5 Cover-Durchschnitt pro Buchung):

Online-Buchungen/MonatProvisions-Kosten/MonatSubscription-Vergleich (Hey-Gastroline Plus 89 €)
20 Buchungen100 €– Subscription bereits günstiger
50 Buchungen250 €– Subscription deutlich günstiger
100 Buchungen500 €– Subscription massiv günstiger
200 Buchungen1.000 €– Subscription ~10× günstiger

Ab ca. 18 Online-Buchungen pro Monat (bei diesem Provisionssatz) ist eine Hey-Gastroline-Plus-Subscription wirtschaftlich rechnerisch im Vorteil — bei steigenden Volumen wächst der Vorteil exponentiell.

Versteckte Kosten im Provisions-Modell

  • Marktplatz-Branding: Buchungen werden über das Plattform-Frontend abgewickelt, Gast-Beziehung gehört teilweise der Plattform
  • Daten-Eigentum: Gäste-Daten werden zwischen Plattform und Restaurant geteilt, Gast-Profile sind plattform-zentriert
  • Marketing-Druck: viele Marktplätze setzen Restaurants unter Rabatt-Druck (z.B. „Yums Programm” bei TheFork), was die effektive Marge weiter senkt
  • Discovery-Abhängigkeit: wenn die Plattform die SEO-Sichtbarkeit ändert oder eine andere Restaurant-Promotion fährt, ändert sich euer Buchungs-Volumen direkt

Wann das Provisions-Modell trotzdem Sinn ergibt

  • Sehr kleine Restaurants oder Pop-ups mit niedrigem Volumen, die fixe Subscription-Kosten nicht tragen wollen
  • Restaurants in touristisch geprägten Lagen, die echte Discovery-Wertschöpfung über den Marktplatz erhalten (Innenstädte, Hotel-Restaurants, Tourist-Distrikte)
  • Restaurants ohne eigene Marketing-Pipeline, die nicht selbst SEO oder Performance-Marketing betreiben wollen

Für alle anderen wird ab ~30 monatlichen Online-Buchungen das Subscription-Modell deutlich wirtschaftlicher.

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