Provisions-Modell
Geschäftsmodell, bei dem ein Reservierungs-Anbieter pro vermitteltem Gast eine Gebühr kassiert — typisch 1–4 € pro Person.
Definition
Im Provisions-Modell zahlt das Restaurant keine oder eine geringe monatliche Grundgebühr — dafür aber pro vermittelter Online-Buchung eine Provision. Typischerweise gerechnet pro Cover (pro Person) oder pro Reservierung. Beträge im DACH-Markt bewegen sich historisch zwischen 1 € und 4 € pro Cover, mit Variationen je nach Plattform-Tarif und Land.
Welche Anbieter folgen dem Modell
- TheFork — klassischer Discovery-Marktplatz mit Per-Cover-Provision; 2026 wurde eine Übernahme durch American Express angekündigt
- Quandoo (historisch) — bis zur Free-Umstellung 01.04.2026 ebenfalls Per-Gast-Provision
- OpenTable — Mischmodell aus Grundgebühr + Per-Cover-Provision
- Resos — bietet im Free-Tier ein freemium-ähnliches Modell, aber Direktbuchungen sind provisionsfrei
Gegenmodell ist das Subscription-Modell: planbare Monatspauschale, keine Provision pro Buchung. Hey-Gastroline gehört dazu — siehe unsere Preise.
Wirtschaftliche Logik
Das Provisions-Modell ist für Restaurants attraktiv bei niedrigen Buchungs-Volumen und risikofrei beim Start: keine Vorab-Investition, Kosten skalieren mit Erfolg. Es wird teuer ab einer bestimmten Anzahl an Online-Buchungen pro Monat.
Beispielrechnung (Provisionssatz 2 € pro Cover, 2,5 Cover-Durchschnitt pro Buchung):
| Online-Buchungen/Monat | Provisions-Kosten/Monat | Subscription-Vergleich (Hey-Gastroline Plus 89 €) |
|---|---|---|
| 20 Buchungen | 100 € | – Subscription bereits günstiger |
| 50 Buchungen | 250 € | – Subscription deutlich günstiger |
| 100 Buchungen | 500 € | – Subscription massiv günstiger |
| 200 Buchungen | 1.000 € | – Subscription ~10× günstiger |
Ab ca. 18 Online-Buchungen pro Monat (bei diesem Provisionssatz) ist eine Hey-Gastroline-Plus-Subscription wirtschaftlich rechnerisch im Vorteil — bei steigenden Volumen wächst der Vorteil exponentiell.
Versteckte Kosten im Provisions-Modell
- Marktplatz-Branding: Buchungen werden über das Plattform-Frontend abgewickelt, Gast-Beziehung gehört teilweise der Plattform
- Daten-Eigentum: Gäste-Daten werden zwischen Plattform und Restaurant geteilt, Gast-Profile sind plattform-zentriert
- Marketing-Druck: viele Marktplätze setzen Restaurants unter Rabatt-Druck (z.B. „Yums Programm” bei TheFork), was die effektive Marge weiter senkt
- Discovery-Abhängigkeit: wenn die Plattform die SEO-Sichtbarkeit ändert oder eine andere Restaurant-Promotion fährt, ändert sich euer Buchungs-Volumen direkt
Wann das Provisions-Modell trotzdem Sinn ergibt
- Sehr kleine Restaurants oder Pop-ups mit niedrigem Volumen, die fixe Subscription-Kosten nicht tragen wollen
- Restaurants in touristisch geprägten Lagen, die echte Discovery-Wertschöpfung über den Marktplatz erhalten (Innenstädte, Hotel-Restaurants, Tourist-Distrikte)
- Restaurants ohne eigene Marketing-Pipeline, die nicht selbst SEO oder Performance-Marketing betreiben wollen
Für alle anderen wird ab ~30 monatlichen Online-Buchungen das Subscription-Modell deutlich wirtschaftlicher.
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